Toilettenwagen und Sanitärcontainer mit Trenntoiletten: Alternative Lösungen ohne hohen Wasser- und Chemiebedarf

Toilettenwagen und Sanitärcontainer mit Trenntoiletten: Alternative Lösungen ohne hohen Wasser- und Chemiebedarf

Toilettenwagen und Sanitärcontainer werden heute an den unterschiedlichsten Orten eingesetzt. Auf Baustellen, in Kleingartenanlagen, bei kleineren Veranstaltungen, auf temporär genutzten Flächen oder an Einrichtungen außerhalb klassischer Versorgungsnetze schaffen sie Toiletten dort, wo ein festes Sanitärgebäude nicht sinnvoll oder überhaupt nicht möglich ist. Dabei muss eine mobile Toilettenlösung nicht zwangsläufig auf einer klassischen Wasserspülung oder auf chemischen Sanitärsystemen basieren.

Eine weitere Möglichkeit ist ein Toilettenwagen oder Sanitärcontainer mit Trenntoiletten. Das Prinzip ist vor allem für planbare Standorte interessant, an denen eine Toilette regelmäßig genutzt werden soll, ein normaler Wasser- und Abwasseranschluss jedoch fehlt oder nur mit erheblichem Aufwand hergestellt werden könnte. Anstatt bei jedem Toilettengang zusätzlich mehrere Liter Wasser in das System einzubringen, werden Urin und Feststoffe direkt in der Toilette getrennt erfasst.

Dadurch entsteht kein universeller Ersatz für jede mobile Toilettenanlage. Insbesondere bei sehr großen Festivals und Veranstaltungen mit extrem hohen Besucherzahlen sind Kapazität, Entleerungsintervalle und Serviceaufwand entscheidende Faktoren. Für Baustellen, Gartenanlagen, Waldkindergärten, kleinere Veranstaltungsorte und andere organisierte Standorte kann das Konzept jedoch eine interessante Alternative darstellen.

Wie funktioniert ein Toilettenwagen mit Trenntoiletten?

Das Grundprinzip einer Trenntoilette besteht darin, Urin und Feststoffe bereits während der Nutzung voneinander zu trennen. Anders als bei einer klassischen Spültoilette werden die Stoffströme also nicht zusammen mit mehreren Litern Wasser in eine gemeinsame Abwasserleitung gespült.

In einem Toilettenwagen oder Sanitärcontainer kann dieses Prinzip besonders interessant umgesetzt werden. Mehrere Trenntoiletten können beispielsweise so installiert werden, dass der Urin über Leitungen aus den einzelnen Toiletten herausgeführt und in einem zentralen Tank gesammelt wird. Dieser Tank kann außerhalb oder innerhalb des Containers platziert und entsprechend der erwarteten Nutzung dimensioniert werden.

An einem Standort mit geeigneter Infrastruktur kann der gesammelte Urin anschließend kontrolliert in das dafür vorgesehene Kanalsystem beziehungsweise über die örtlich zulässige Abwasserentsorgung abgeführt werden. Ist kein entsprechender Anschluss unmittelbar am Toilettenwagen vorhanden, kann ein ausreichend dimensionierter Sammelbehälter verwendet und regelmäßig geleert werden.

Die Feststoffe werden getrennt davon in den dafür vorgesehenen Behältern der Toiletten gesammelt. Diese können im Rahmen eines geplanten Serviceintervalls entnommen und nach den jeweils geltenden örtlichen Anforderungen entsorgt werden.

Gerade diese Trennung eröffnet Möglichkeiten, die bei einem konventionellen Toilettenwagen schwieriger umzusetzen wären. Es muss nicht permanent eine große Menge Spülwasser bereitgestellt werden und die Toilette ist für ihre eigentliche Funktion nicht auf chemische Sanitärzusätze angewiesen.

Toiletten ohne Wasseranschluss: Warum das an bestimmten Standorten interessant ist

Ein fehlender Wasseranschluss ist häufig nur ein Teil der Herausforderung. Eine klassische Spültoilette benötigt nicht nur Wasser, sondern auch eine Möglichkeit, das entstehende Abwasser aufzunehmen und abzuleiten. Ist kein Kanalanschluss vorhanden, müssen entsprechende Tanks eingeplant werden.

Das bedeutet zusätzliche Kapazität und zusätzliche Logistik. Wasser muss zum Standort transportiert oder in einem Frischwassertank bereitgestellt werden. Nach der Nutzung befindet sich dieses Wasser im Abwassersystem und muss wieder vom Standort entfernt werden. Je häufiger eine Toilette benutzt wird, desto stärker wirkt sich dieser Kreislauf auf die erforderliche Tankgröße und die Serviceintervalle aus.

Bei einer Trenntoilette entfällt das Spülwasser für den Toilettengang. Natürlich kann ein Sanitärcontainer weiterhin Wasser benötigen, beispielsweise für Waschbecken oder die regelmäßige Reinigung. Der entscheidende Unterschied besteht jedoch darin, dass nicht bei jeder Toilettenbenutzung mehrere Liter zusätzlich durch das System bewegt werden müssen.

Bei 100 Toilettengängen und beispielsweise sechs Litern Spülwasser pro Nutzung würden bereits rund 600 Liter Wasser benötigt. Bei 500 Nutzungen wären es etwa 3.000 Liter. Diese Mengen müssen bereitgestellt und anschließend wieder als Bestandteil des Abwassers behandelt beziehungsweise abtransportiert werden.

Eine Toilette ohne Wasserspülung verändert deshalb nicht nur die Toilette selbst, sondern kann auch die gesamte technische Planung eines mobilen Sanitärsystems vereinfachen.

Eine Alternative zu chemischen Toiletten

An Orten ohne Kanalanschluss werden häufig mobile Toiletten mit chemischen Sanitärsystemen eingesetzt. Diese Lösungen haben ihre Berechtigung und sind besonders dort praktisch, wo Toiletten schnell aufgestellt, wieder abgeholt und über einen bestehenden Servicedienst betreut werden sollen.

Sie sind jedoch nicht die einzige Möglichkeit.

Eine Trenntoilette ohne Chemie und ohne Wasserspülung verfolgt ein anderes Konzept. Urin und Feststoffe werden nicht gemeinsam in einem Tank gesammelt und es werden keine chemischen Sanitärzusätze für die grundlegende Toilettenfunktion benötigt.

Das kann insbesondere dann interessant sein, wenn ein Standort über Monate oder sogar Jahre genutzt wird. Eine Baustelle, eine Kleingartenanlage oder ein Waldkindergarten hat beispielsweise völlig andere Anforderungen als ein eintägiges Großevent. Hier kann es sinnvoll sein, nicht nur eine möglichst kurzfristige mobile Toilette bereitzustellen, sondern eine Anlage zu schaffen, deren Betrieb und Entleerung langfristig organisiert werden können.

Ein Toilettenwagen mit Trenntoiletten kann dabei gewissermaßen zwischen einer mobilen Toilette und einer dauerhaft installierten Sanitäranlage liegen. Er kann transportierbar bleiben, gleichzeitig aber für einen längeren Zeitraum an einem festen Standort betrieben werden.

Trenntoiletten für Baustellen

Baustellen sind ein naheliegendes Einsatzgebiet für alternative Toilettenlösungen. Besonders in frühen Bauphasen steht die spätere Sanitärinfrastruktur des Gebäudes häufig noch nicht zur Verfügung. Trotzdem müssen Toiletten für die Mitarbeiter vorhanden sein.

Je nach Größe und Dauer der Baustelle können dabei unterschiedliche Lösungen sinnvoll sein. Für eine kurzfristige Baustelle mit wenigen Personen kann eine einfache mobile Toilette vollkommen ausreichend sein. Bei langfristigen Projekten mit einer konstanten Belegschaft kann dagegen ein Sanitärcontainer mit Trenntoiletten interessant werden.

Ein solcher Container könnte beispielsweise zwei oder mehrere separate Toilettenräume besitzen. Die Urinableitungen der einzelnen Toiletten könnten in einem zentralen Sammelsystem zusammengeführt werden, während die Feststoffbehälter separat zugänglich bleiben. Dadurch ließen sich Entleerungs- und Wartungsintervalle entsprechend der tatsächlichen Nutzung planen.

Besonders interessant kann dies an Baustellen sein, an denen Strom vorhanden ist, ein vollständiger Wasser- und Abwasseranschluss jedoch noch nicht zur Verfügung steht. Für Waschmöglichkeiten kann weiterhin ein eigener Wasservorrat vorgesehen werden, während die Toiletten selbst ohne Spülwasser funktionieren.

Toilettenwagen für Kleingartenanlagen und Gartenvereine

Ein weiteres interessantes Einsatzgebiet sind Kleingartenanlagen, Schrebergärten und Gartenvereine. Gerade gemeinschaftlich genutzte Flächen benötigen häufig eine Toilettenmöglichkeit, obwohl nicht jede einzelne Parzelle über einen eigenen Kanalanschluss verfügt.

Hier muss die Toilette nicht unbedingt in jedem Garten stehen. Stattdessen könnte ein zentraler Sanitärcontainer oder Toilettenwagen an einer gut erreichbaren Stelle innerhalb der Anlage aufgestellt werden. Ähnlich wie ein gemeinschaftliches Vereinsgebäude würde dieser als zentrale Toilettenanlage für mehrere Nutzer dienen.

Ein solcher Container könnte beispielsweise zwei getrennte Toilettenräume enthalten und mit Trenntoiletten ausgestattet werden. Je nach Größe der Gartenanlage könnten natürlich auch größere Anlagen geplant werden.

Der Urin mehrerer Toiletten könnte zentral gesammelt werden. Ist an einem geeigneten Punkt ein zulässiger Anschluss an das Kanalsystem vorhanden, kann die Entsorgung entsprechend organisiert werden. Alternativ kann die Flüssigkeit in einem ausreichend dimensionierten Tank gesammelt und über einen geplanten Entleerungsservice abgeführt werden. Die Feststoffe werden separat gesammelt und in regelmäßigen Intervallen entnommen.

Gerade bei einem Gemeinschaftsstandort bietet sich eine solche Planung an, weil Nutzung und Wartung zentral organisiert werden können. Statt für zahlreiche einzelne Gärten unterschiedliche Toilettenlösungen vorzusehen, entsteht eine gemeinsame Sanitärstation.

Waldkindergärten und andere Standorte ohne klassischen Abwasseranschluss

Nicht jede Einrichtung befindet sich in einem klassischen Gebäude. Waldkindergärten sind dafür ein gutes Beispiel. Aufenthaltsbereiche können sich bewusst außerhalb der üblichen Gebäudestruktur befinden, während trotzdem eine verlässliche Toilettenlösung benötigt wird.

Trenntoiletten werden bereits in solchen Situationen eingesetzt. Das zeigt einen wichtigen Aspekt des Konzeptes: Eine Toilette muss nicht zwingend an eine klassische Kanalisation angeschlossen sein, um an einem regelmäßig genutzten Standort installiert werden zu können.

Dasselbe Prinzip lässt sich auf weitere Einsatzbereiche übertragen. Denkbar sind beispielsweise Freizeitgrundstücke, Vereinsanlagen, abgelegene Arbeitsplätze, temporäre Gebäude, landwirtschaftlich genutzte Standorte oder andere Einrichtungen, bei denen ein konventioneller Toilettenanschluss unverhältnismäßig aufwendig wäre.

Entscheidend ist dabei, dass die Lösung zum tatsächlichen Nutzungsprofil passt. Anzahl der Nutzer, erwartete Toilettengänge, Zugänglichkeit für Wartung und Entleerung sowie die örtlichen Vorgaben für die Entsorgung müssen bereits bei der Planung berücksichtigt werden.

Sind Trenntoiletten für Festivals und Veranstaltungen geeignet?

Hier ist eine klare Unterscheidung wichtig. Eine Trenntoilette in einem Toilettenwagen sollte nicht automatisch als Ersatz für die typischen Toilettenanlagen eines großen Festivals betrachtet werden.

Ein Festival mit mehreren Tausend oder sogar Zehntausenden Besuchern kann innerhalb weniger Stunden enorme Nutzungsspitzen erzeugen. In diesem Umfeld geht es nicht nur darum, ob eine Toilette grundsätzlich funktioniert. Entscheidend sind Durchsatz, Anzahl der Kabinen, Sammelkapazität, Reinigungsintervalle, Entleerungslogistik und die Möglichkeit, sehr große Besucherströme zuverlässig zu bewältigen.

Viele Trenntoiletten wurden ursprünglich nicht für solche extremen Nutzungsmengen entwickelt. Die Größe der Feststoffbehälter und andere Komponenten setzen praktische Grenzen. Deshalb wäre es falsch, aus dem Konzept eines Toilettenwagens mit Trenntoiletten automatisch eine universelle Festivaltoilette abzuleiten.

Bei kleineren und besser planbaren Veranstaltungen sieht die Situation jedoch anders aus.

Ein Vereinsfest, ein Sportevent, eine Hochzeit, eine Firmenveranstaltung, ein saisonaler Veranstaltungsort oder eine kleinere Veranstaltung mit kalkulierbarer Besucherzahl kann ein wesentlich kontrollierbareres Nutzungsprofil haben. Hier können Anzahl der Toiletten und Sammelkapazitäten auf die erwartete Besucherzahl abgestimmt werden.

Damit wird aus der Frage „Funktioniert eine Trenntoilette auf Veranstaltungen?“ eine wesentlich sinnvollere Frage: Für welche Veranstaltungsgröße und welche erwartete Nutzung wurde die Toilettenanlage ausgelegt?

Der Unterschied zwischen Partytoilette und organisierter Sanitärlösung

Dieser Unterschied ist für das Konzept entscheidend. Ein Toilettenwagen mit Trenntoiletten ist nicht unbedingt die nächste Variante der klassischen Partytoilette, die morgens angeliefert und nach einem Wochenende wieder abgeholt wird.

Interessanter ist die Lösung für organisierte, planbare oder längerfristige Einsatzorte.

Eine Baustelle weiß ungefähr, wie viele Mitarbeiter täglich vor Ort sind. Ein Gartenverein kennt die Größe seiner Anlage. Ein Waldkindergarten kann die Zahl der täglichen Nutzer einschätzen. Ein kleiner Veranstaltungsort kennt seine typische Besucherzahl. Diese Informationen ermöglichen es, Behältergrößen, Anzahl der Toiletten und Serviceintervalle sinnvoll zu planen.

Dadurch kann ein Sanitärcontainer gezielt für seinen Einsatzort ausgelegt werden, anstatt eine Standardlösung für möglichst viele unterschiedliche Situationen verwenden zu müssen.

Zentrale Urinsammlung kann neue Möglichkeiten eröffnen

Bei einem einzelnen Trenntoilettensystem kann ein kleiner Urinbehälter sinnvoll sein. In einem Toilettenwagen mit mehreren Kabinen bietet sich dagegen eine zentrale Lösung an.

Die Urinleitungen der einzelnen Toiletten können zusammengeführt und an einen größeren Sammelbehälter angeschlossen werden. Dadurch muss nicht jede Toilette einzeln mit einem kleinen Flüssigkeitsbehälter betrieben werden.

Das Volumen des zentralen Tanks kann an die Anzahl der Toiletten und die erwartete Nutzung angepasst werden. Gleichzeitig lässt sich ein gut zugänglicher Entleerungspunkt vorsehen, sodass der Tank nicht innerhalb jeder einzelnen Kabine erreicht werden muss.

Ist ein geeigneter Abwasseranschluss verfügbar, kann die Anlage entsprechend den örtlichen Anforderungen daran angebunden werden. Ist dies nicht möglich, erfolgt die Sammlung im Tank und die anschließende kontrollierte Entsorgung über die dafür vorgesehene Infrastruktur.

Für einen Toilettencontainer ist dieser Ansatz besonders interessant, weil die gesamte technische Installation bereits bei der Herstellung des Containers integriert werden kann.

Getrennte Sammlung von Urin und Feststoffen

Bei einer Separett Trenntoilette werden Urin und Feststoffe bereits direkt in der Toilette voneinander getrennt. Die Feststoffe werden in einem Behälter innerhalb der Toilette gesammelt. Dadurch ist kein separates Feststoff-Sammelsystem außerhalb des Toilettenwagens oder Sanitärcontainers erforderlich. Für die regelmäßige Entleerung wird der Behälter direkt aus der Toilette entnommen und anschließend entsprechend den örtlichen Vorgaben entsorgt.

Der Urin wird dagegen über den separaten Urinablauf aus der Toilette herausgeführt. Bei einem Toilettenwagen oder Sanitärcontainer kann die Leitung beispielsweise zu einem größeren Sammelbehälter führen, der unterhalb oder neben dem Container positioniert wird. Dabei spielt die Schwerkraft eine entscheidende Rolle: Die Leitungsführung und die Position des Sammelbehälters müssen so geplant werden, dass der Urin mit ausreichendem Gefälle zuverlässig abfließen kann.

Gerade bei mehreren Toiletten bietet dieses Konzept interessante Möglichkeiten. Die einzelnen Urinleitungen können entsprechend der jeweiligen Installation zu einem ausreichend dimensionierten Sammelsystem geführt werden. Die Größe des externen Behälters lässt sich dabei an die erwartete Anzahl der Nutzer und die gewünschten Entleerungsintervalle anpassen.

Für Standorte mit geringerer Nutzung muss jedoch nicht immer ein großer externer Tank vorgesehen werden. Separett bietet auch ein Konzept mit einem 7-Liter-Urinkanister, in dem der abgeleitete Urin direkt gesammelt werden kann. Dies kann beispielsweise für kleinere oder weniger häufig genutzte Anlagen eine einfache Lösung darstellen.

Welche Variante sinnvoll ist, hängt daher stark vom jeweiligen Einsatzort ab. Bei regelmäßig genutzten Toilettenwagen oder Gemeinschaftsanlagen kann ein größerer externer Sammelbehälter die passendere Lösung sein, während bei niedrigen Nutzerzahlen ein kleinerer Kanister ausreichen kann. Entscheidend ist, bereits bei der Planung die erwartete Nutzung, die erforderlichen Entleerungsintervalle sowie die notwendige Leitungsführung und das Gefälle zu berücksichtigen.

Modulare Sanitärcontainer statt klassischem Toilettengebäude

Ein weiterer Vorteil des Containers beziehungsweise Toilettenwagens ist seine Modularität. Nicht jeder Standort benötigt ein fest errichtetes Sanitärgebäude. Gleichzeitig kann eine einzelne kleine mobile Toilette für einen längerfristig genutzten Standort zu wenig Komfort oder Kapazität bieten.

Ein Sanitärcontainer kann diese Lücke schließen.

Denkbar wäre beispielsweise ein kleiner Container mit zwei Toiletten für einen Gartenverein. Ein größerer Container könnte vier oder sechs Toiletten für eine Baustelle aufnehmen. Ein Toilettenwagen könnte wiederum saisonal an unterschiedlichen Standorten eingesetzt werden.

Auch die Ausstattung kann entsprechend angepasst werden. Waschbecken, Beleuchtung, Lüftung, Heizung oder zusätzliche technische Räume können integriert werden. Die Trenntoilette ist dabei lediglich ein Bestandteil eines vollständigen Sanitärkonzeptes.

Der entscheidende Punkt ist, dass die Toilette selbst keinen permanenten Spülwasseranschluss benötigt. Dadurch entsteht bei der Planung mehr Freiheit hinsichtlich des Standortes.

Für welche Standorte ist eine solche Lösung besonders interessant?

Ein Toilettenwagen oder Sanitärcontainer mit Trenntoiletten ist vor allem dort interessant, wo drei Faktoren zusammentreffen: Es besteht ein regelmäßiger Toilettenbedarf, die Nutzerzahl ist einigermaßen vorhersehbar und eine klassische Sanitärinstallation wäre schwierig oder unnötig aufwendig.

Dazu können Baustellen, Kleingartenanlagen, Gartenvereine, Waldkindergärten, Vereinsgelände, saisonale Freizeitstandorte, abgelegene Arbeitsbereiche und kleinere organisierte Veranstaltungen gehören.

Auch temporäre Projekte können interessant sein. Wenn beispielsweise für mehrere Monate zusätzliche Gebäude oder Arbeitsbereiche aufgestellt werden, muss nicht zwingend für jeden temporären Standort eine vollständige Wasser- und Abwasserinstallation geschaffen werden.

Bei extrem hohen oder völlig unvorhersehbaren Nutzerzahlen ist dagegen eine andere Lösung möglicherweise geeigneter. Das System sollte deshalb nicht danach ausgewählt werden, ob eine Trenntoilette theoretisch an einem bestimmten Ort aufgestellt werden kann, sondern danach, ob Kapazität und Servicekonzept zur tatsächlichen Nutzung passen.

Weniger Abhängigkeit von Wasser und Sanitärchemie eröffnet neue Standorte

Der eigentliche Vorteil eines solchen Konzeptes liegt nicht darin, eine klassische Toilette in jeder Situation ersetzen zu wollen. Interessanter ist die Möglichkeit, Toiletten an Standorten zu realisieren, an denen herkömmliche Lösungen zusätzlichen Aufwand verursachen würden.

Wenn für den Toilettengang kein Spülwasser benötigt wird, muss dieses Wasser weder zum Standort gebracht noch anschließend wieder als Teil des Abwassers abgeführt werden. Wenn das Toilettensystem gleichzeitig ohne chemische Sanitärzusätze arbeitet, entfällt ein weiterer Bestandteil vieler mobiler Toilettenkonzepte.

Übrig bleibt eine vergleichsweise klare technische Aufgabe: Urin ableiten oder sammeln, Feststoffe separat sammeln und beide Stoffströme über ein geplantes Service- und Entsorgungskonzept behandeln.

Gerade in Kombination mit einem mobilen Toilettenwagen oder modularen Sanitärcontainer kann daraus eine interessante Alternative zur klassischen Sanitärinstallation entstehen.

Eine andere Art, über mobile Toiletten nachzudenken

Mobile Toiletten werden häufig nur in zwei Kategorien gedacht: die einfache mobile Toilettenkabine auf der einen Seite und der vollständig ausgestattete Sanitärcontainer mit Wasser- und Abwasseranschluss auf der anderen.

Trenntoiletten schaffen eine zusätzliche Möglichkeit zwischen diesen beiden Konzepten.

Ein Container kann hochwertig und dauerhaft ausgestattet sein, ohne dass die Toiletten selbst eine Wasserspülung benötigen. Ein Toilettenwagen kann mehrere separate Kabinen besitzen, während Urin zentral gesammelt oder abgeführt wird. Eine Kleingartenanlage kann eine gemeinsame Toilettenstation erhalten, ohne dass auf jeder Parzelle eine eigene Sanitärinstallation erforderlich ist. Eine Baustelle kann über einen längeren Zeitraum eine planbare Toilettenlösung erhalten. Und Einrichtungen wie Waldkindergärten können Toiletten auch an Standorten einsetzen, an denen ein klassischer Abwasseranschluss nicht unmittelbar vorhanden ist.

Dabei bleibt die richtige Dimensionierung entscheidend. Eine Trenntoilette für einen kontrollierten Standort mit einigen Dutzend regelmäßigen Nutzern ist eine andere Aufgabe als eine Toilettenanlage für Zehntausende Festivalbesucher. Deshalb sollte das Konzept nicht als „Festivaltoilette für alles“ verstanden werden.

Seine Stärke liegt vielmehr bei planbaren, alternativen Standorten und organisierten Nutzungssituationen.

Fazit: Trenntoiletten eröffnen neue Möglichkeiten für Toilettenwagen und Sanitärcontainer

Ein Toilettenwagen muss nicht zwangsläufig große Mengen Spülwasser benötigen. Ebenso muss eine mobile Toilette nicht automatisch auf chemischen Sanitärzusätzen basieren. Durch den Einsatz von Trenntoiletten lässt sich ein anderes Sanitärkonzept entwickeln, bei dem Urin und Feststoffe direkt getrennt erfasst werden.

Für Baustellen, Kleingartenanlagen, Waldkindergärten, Vereinsgelände und kleinere beziehungsweise planbare Veranstaltungsorte kann das eine interessante Alternative sein. Besonders an Standorten ohne unmittelbaren Wasser- oder Kanalanschluss ermöglicht die Trennung eine andere Planung der gesamten Toilettenanlage.

Der Urin kann aus mehreren Toiletten zusammengeführt, zentral gesammelt und anschließend über eine geeignete Abwasser- beziehungsweise Kanallösung entsorgt werden. Die Feststoffe bleiben getrennt und können nach einem festgelegten Serviceplan entnommen und entsprechend den örtlichen Anforderungen entsorgt werden.

Damit geht es bei einem Toilettenwagen mit Trenntoiletten weniger darum, bestehende Lösungen vollständig zu ersetzen. Es geht darum, eine zusätzliche Möglichkeit für Standorte zu schaffen, an denen Wasseranschluss, Abwasserleitung oder chemische Toilettensysteme nicht die bevorzugte Lösung sind.

Gerade dort, wo die Nutzung vorhersehbar ist und eine Toilettenanlage über Wochen, Monate oder dauerhaft an einem Standort eingesetzt werden soll, kann ein entsprechend geplanter Sanitärcontainer zeigen, wie flexibel moderne Toilettenkonzepte inzwischen sein können.

Sie bauen Toilettenwagen oder Sanitärcontainer?

Sie entwickeln oder bauen Toilettenwagen, Sanitärcontainer oder andere mobile Toilettenlösungen und suchen nach einer Alternative zu klassischen Toilettensystemen mit Wasserspülung oder chemischen Zusätzen? Dann kann die Integration von Separett Trenntoiletten eine interessante Möglichkeit für zukünftige Projekte sein.

Gerade bei Lösungen für Baustellen, Kleingartenanlagen, Waldkindergärten, Freizeitstandorte oder kleinere und planbare Veranstaltungsorte können Toiletten ohne Wasserspülung neue Möglichkeiten bei der Planung eines Containers oder Toilettenwagens schaffen. Je nach Aufbau können mehrere Toiletten beispielsweise mit einer gemeinsamen Urinableitung oder einem zentralen Sammelsystem kombiniert werden, während die Feststoffe separat gesammelt und entsorgt werden.

Wir sind daran interessiert, mit Herstellern und Unternehmen zusammenzuarbeiten, die solche Lösungen entwickeln. Wenn Sie Toilettenwagen oder Sanitärcontainer bauen und prüfen möchten, ob Separett Produkte für Ihre Anwendungen geeignet sind, sprechen Sie uns gerne an.

Gemeinsam können wir uns Ihr Konzept, die geplante Nutzung und die technischen Anforderungen ansehen und prüfen, welche Möglichkeiten es für eine Zusammenarbeit oder Partnerschaft gibt.

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